Kommt, alles ist bereit!

Der ökumenische Weltgebetstag der Frauen fand heuer am 1. März im Gemeindezentrum statt. Frauen aus Slowenien stellten den Gottesdienst unter das Bibelwort „Kommt, alles ist bereit!“

Die Einladung machte auf das Gleichnis vom großen Gastmahl aufmerksam: eine Mutter mit einem Kind am Arm, ein blindes Mädchen, ein tauber Knabe mit einem Bein, ein Mädchen, spastisch verkrampft und Frauen in Nationaltrachten sitzen um einen mit slowenischen Nationalspeisen gedeckten Tisch. In der Liturgie wurden deshalb zwei Wirklichkeiten sichtbar: neben der Welt, in der Reichtum und Ungleichheit dominieren, in der nur zählt, was etwas bringt und in der für ein Fest keine Zeit bleibt, gibt es immer noch Menschen, die abseits stehen – und genau diese lädt Jesus ein und gibt ihnen Hoffnung.

Zunächst wurde Slowenien vorgestellt. Den Besucherinnen und Besucher – es waren auch einige Männer unter den Gästen – wurden u.a. die Schönheit der Landschaft, die Kultur, die Sprache und all das, was ein beeindruckendes Land ausmacht näher gebracht. Dann berichteten die Vortragenden von Frauenschicksalen in unserem Nachbarland.

Vorgestellt wurden Marijeta, die sich als Gastarbeiterin den Lebensunterhalt verdient hat und jetzt froh ist, in ihrer Heimatpfarrgemeinde mitarbeiten zu dürfen. Mojica beklagte, dass in Slowenien Familie und Beruf nur schwer vereinbar sind und Frauen trotz gesetzlicher Gleichstellung immer noch eine doppelte Last zu tragen haben. Marija wiederum schilderte, dass alte Menschen nicht die Fürsorge und Aufmerksamkeit erhalten, die sie verdienen und deshalb mehr Initiativen für das Miteinander der Generationen notwendig wären. Ema erzählte über den Alkoholmissbrauch in ihrer Familie und die damit verbundenen Gewaltexzesse. Und schließlich beklagte Natalie, eine Romni, die unzumutbaren Bedingungen, unter denen die Roma-Minderheit zu leiden hat. All diesen Menschen sagt das Lukas Evangelium zu, dass der selig sein wird, der im Reich Gottes am Mahl teilnehmen darf.

Nach dem gemeinsamen Vaterunser luden die Frauen zur Agape ein.

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Veröffentlicht unter 2019

Karfreitag – Wir müssen zusammenhalten!

Für uns  Evangelische bedeutet die Aberkennung des Karfreitag als Feiertag eine Beschneidung unseres Minderheitenrechtes.

Wir sind nicht bereit, auf den wichtigsten Feiertag in unserer Kirche zu verzichten! Denn ohne Karfreitag kein Ostern. Ohne Jesu Sterben keine Auferstehung und damit keine Erlösung.

Veröffentlicht unter 2019

Nobody is perfect – Amtseinführung von Lektor Hans Schrödl

Mitte Feber 2019 fand der erste Pfarrverband-Gottesdienst des Jahres in der Christuskirche Stoob statt. Lutzmannsburger, Stoober und Oberloisdorfer feierten die Amtseinführung von Lektor Hans Schrödl. Der gebürtige Stoober, engagierter Chorsänger und Presbyter, gestaltete gemeinsam mit Frau Pfr. Langer den Festgottesdienst, den der Chor „Eintracht Stoob“ feierlich umrahmte.

In einer Zeit, in der sich immer weniger Menschen in den Dienst Gottes stellen ist es wunderbar, dass sich eine Pfarrgemeinde über die Bestellung eines Lektors freuen kann. Diese Freude war im Gottesdienst spürbar. Pfr. Langer zitierte aus der Lektorenordnung und erinnerte in ihrer Ansprache an das typisch Evangelische, nämlich das allgemeine Priestertum mit dem Recht, das Wort Gottes nach Absolvierung entsprechender Kurse in der Öffentlichkeit von der Kanzel zu verkünden. Nach der Berufung in den Lektorendienst durch den Herrn Superintendenten und der Beauftragung durch das Presbyterium darf Herr Schrödl eigene Gottesdienste halten und Lesepredigten adaptieren. Die Kuratoren des Pfarrverbandes gaben dem neuen Lektor Glück- und Segenswünsche mit in den ehrenamtlichen Dienst.

Höhepunkt des Gottesdienstes war die Predigt, in der Hans Schrödl ein Bibelwort aus dem Buch Prediger auslegte. „Alkohol und Nikotin rafft die halbe Menschheit hin. Aber ohne Schnaps und Rauch stirbt die andre Hälfte auch.“ Mit diesem Sprichwort erinnerte Herr Schrödl an König Salomo, den Verfasser des Predigttextes. Dieser schreibt von Gerechtigkeit und Gottlosigkeit und dazu stellte Lektor Schrödl fest, dass menschliche Gerechtigkeit eigentlich unmöglich ist und wir alle keinen Anspruch auf die Gnade Gottes haben. Weil wir Menschen nicht zu 100% perfekt sind, heißt es, Gottes Willen zu erkennen und zu respektieren. Mittel dafür ist der Glaube, der uns wie ein Schlüssel ein gottgefälliges Lebens eröffnen kann. Hans Schrödl verwies deshalb auch auf Philipp Melanchthon, einem Perfektionisten, der alles richtig machen wollte und damit in der Gefahr stand, sich kaputt zu machen. Ihm gab unser Reformator Martin Luther den berühmten Ratschlag: „Pecca fortiter!“, auf deutsch: „Sündige tapfer!“ mit auf den Weg. Obwohl es sich dabei um einen gefährlichen Tipp handelt, weil er gründlich missverstanden werden kann, können die Gottesdienstbesucher ihn jetzt richtig verstehen. Er ist so gemeint wie Salomos Wort: „Sei nicht allzu gerecht und nicht allzu weise, damit du dich nicht zugrunde richtest!“ Deshalb soll man nicht dem Perfektionismuswahn verfallen, sondern glücklich und zufrieden aus der Kraft von Gottes vergebender Liebe leben!

Nach den Abkündigungen, den Fürbitten und dem Segen durfte Lektor Schrödl am Ausgang die Glückwünsche der Gottesdienstbesucher entgegennehmen. Traditionell trafen sich alle im Anschluss an den Gottesdienst im Gemeindezentrum. Die Gastgeber luden zu Kaffee, Mehlspeisen und Aufstrichbroten.

Veröffentlicht unter 2019

Das war der 6. Pfarrball

Hallo Freunde!

Ich schreibe euch diese Zeilen, weil ich von einer Veranstaltung berichten möchte, die zweifelsohne zu den Top-Events im Lutzmannsburger Ballkalender zählt. Die evangelische Pfarrgemeinde lud auch heuer wieder zum Pfarrball ein und bot damit eine Ballnacht der Superlative.

Beim Betreten des Ballsaals wurden wir freundlich begrüßt und zu unserem Tisch begleitet. Dort warteten schon alte Freunde und Bekannte auf uns und ihr könnt euch vorstellen, dass die Wiedersehensfreude groß war. Was uns gleich aufgefallen ist, war die Dekoration, die in den Kirchenfarben violett und gelb gehalten war.

Acht Paare eröffneten den Ball mit der traditionellen Fächerpolonaise. Frau Pfr. Langer und Kurator Magedler konnten Gäste aus Lutzmannsburg, Stoob, Oberloisdorf, Weppersdorf und sogar aus Kobersdorf begrüßen. Beide freuten sich auch über den Besuch von Frau Pfr. Daniela Weber, von Pfr. Grauwald, von Vbgm. Kainrath und von Frau Bgm. Mileder aus Frankenau. Nach den Ansprachen überraschte das Jungdamen- und Jungherrenkomitee mit dem Erzherzog-Albrecht-Marsch. Die Mädchen und Burschen brillierten mit einer Choreografie, die auf den schwarz-weiß-Effekt setzte und die schwungvolle Melodie optisch perfekt umsetzte.

Nach dem Eröffnungswalzer sollte die Tanzfläche nie leer werden – dafür sorgten die Oberloisdorfer Dorfmusikanten und Hannes Top Music. Die Tombola – es wurden mehr als 400 (!!) Treffer ausgespielt – war ein besonderes Highlight. Von der Sektbar aus hatte ich einen guten Überblick über das Geschehen im Ballsaal. Meiner Frau hat der Veilchenspritzer gut geschmeckt, während ich mich eher dem Fizzante verschrieben habe. Mit den Kobersdorfern und Stoobern haben wir uns blendend unterhalten.

Viel zum Lachen bot die Mitternachtseinlage die einige mutige Gemeindevertreter_innen zum Besten gaben. Unter der Regie von Frau Pfr. Langer präsentierten drei Zwerge den Lebensweg von der Geburt bis zum „wir kommen alle, alle in den Himmel….“. Das Publikum lachte herzhaft und bedankte sich bei den Akteuren mit entsprechendem Applaus. Dann folgte die Ziehung der Haupttreffer. Von der Perlenkette über die Genussbox bis hin zu vielen Weinkörben konnten “gewichtige“ Produkte  an die glücklichen Gewinner ausgegeben werden. Auch wir hätten gerne einen Haupttreffer mit nach Hause genommen – die Sachertorte, die wir in der Tombola gewonnen hatten, zählte für uns genauso viel wie der erste oder fünfte Hauptpreis.

Schließlich hatte die Jugend ihren Auftritt. Was die Burschen und Mädchen auf der Tanzfläche boten würde eigentlich einen kleinen Roman füllen, war es doch höchst professionell. Im ersten Teil interpretierten sie „I sing a Liad für di“ von Andreas Gabalier. Die Mädchen in Dirndln und die Burschen in Lederhosen waren wirklich super anzuschauen und vermittelten Tradition pur. Meine Frau hat gemeint, dass es schade ist, dass es in Lutschburg keine Volkstanzgruppe mehr gibt! Übrigens: die Tanzeinlagen folgten der Geschichte einer jungen Dame, die ihr Glück sucht und von diversen Begegnungen berichtete.

Der zweite Teil stand ganz im Zeichen von ABBA. Thomas Köppel arrangierte für seine Truppe eine Tanzshow, die ob der beeindruckenden Hebefiguren und der synchronen Moves die Zuschauer begeisterte. Thomas zeigt dann auch, was Tanzen eigentlich wirklich bedeutet und präsentierte als Solonummer eine Steppeinlage.

Dann folgte der Mega-Hammer – entschuldigt bitte diesen Ausdruck – aber was die Jugendlichen dann zeigten, verdient diesen Terminus auf jeden Fall. Die Akteure entführten das begeisterte Publikum nach Indien, genauer in die Bollywood-Szene. Die Girls zeigten sich in bunten Saris und die Herren der Schöpfung in Tank-Tops mit Schaltüchern als Gürtel. Was dann abging, kann ich nur schwer beschreiben – das muss man live erlebt haben. Die Gruppe rund um den genialen Choreografen brachte mit diversen Figuren und Rhythmen Bollywood ins kleine Lutzmannsburg. Die Begeisterung der jungen Tänzerinnen und Tänzer sprang sofort auf das Publikum über: es wurde geklatscht, gepfiffen, gejohlt und natürlich nach eine Zugabe verlangt. Nach wenigen Minuten des Kräftesammelns und des Verschnaufens klappte die Wiederholung der Showacts wieder perfekt.

Wenn ihr meint, dass dann die Ballgäste nach Hause gegangen sind, irrt ihr euch gewaltig! Die Oberloisdorfer Dorfmusikanten leiteten schwungvoll das Finale ein. Meine Frau hat um ca. 2.30 Uhr gemeint, dass es für uns eigentlich Zeit wäre, nach Hause zu gehen. Als Hannes Ohr aber seine traditionellen Schlussstücke startete, revidierte sie ihre Meinung schnell. Wir tanzten mit vielen anderen Paaren bis zum Schlusslied. Und so wie im vergangenen Jahr sangen wir mit vielen Ballgästen im Kreis noch das Lied von der wahren Freundschaft – das war Gänsehautfeeling pur.

An der Sektbar wurde noch bis in den frühen Morgen getratscht und über einen wunderschönen, unterhaltsamen, vornehmen, gut besuchten Ball diskutiert (ich verwende hier Zitate, die an der Bar gefallen sind!). Eines steht für meine Frau und mich fest: die Lutzmannsburger verstehen es, Feste zu feiern. Wir möchten uns für die Ballnacht bei den Verantwortlichen bedanken – sie haben ihre Sache perfekt gemacht!

Jetzt sitzen wir in unserer Wiener Wohnung bei Kaffee und Torte und freuen uns schon auf den nächsten Besuch in Lutschburg!

Liebe Grüße!

 

 

Veröffentlicht unter 2019

Suche Frieden und jage ihm nach

https://www.verlagambirnbach.de                          Motiv von Stefanie Bahlinger, Mössingen

Die Predigt am Neujahrstag stand im Zeichen der Jahreslosung aus Ps. 34,15. Frau Pfr. Langer erklärte zunächst den historischen Hintergrund rund um David, der den Zorn von König Saul zu spüren bekam und flüchten musste. Sie sprach auch über das Suchen, das oft nervenaufreibend oder auch von Angst begleitet ist und zu einer verbissenen Jagd werden kann.

Deshalb ruft uns die Jahreslosung auf, den Frieden im Kleinen und im Großen zu suchen und unser Leben von A bis Z unter den Schutz Gottes zu stellen. Denn Gott ist bei uns von Anfang an und führt Freunde und Feinde durch Höhen und Tiefen. Somit ist es notwendig, einen persönlichen Frieden mit Gott aufzubauen und von A bis Z alles daran zu setzen, dass dieser Frieden Bestand hat.

Veröffentlicht unter 2019

The same procedure as every year….

… war Thema der Ansprache von Frau Pfr. Langer im Altjahresgottesdienst 2018. Die Frau Pfarrer schildete das Fernsehereignis an der Schwelle zum neuen Jahr und entführte ihre Gemeinde in den Salon von Miss Sophie, die mit ihren Freunden und Bekannten Silvester feiern möchte und nicht realisiert, dass die Gäste einfach nicht kommen. Nach gutem, altem Brauch gibt sie ihrem Diener James den Ablauf der Feier vor, nämlich so „wie jedes Jahr“. James macht aus der Not eine Tugend und schlüpft in die Rollen der Gäste. So wird das „Dinner for one“ zu einem Silvesterfeuerwerk an Slapstick-Einlagen.

Wenn am Ende eines Jahres Rückschau gehalten wird, stehen Erinnerungen an besondere Ereignisse hoch im Kurs. Wir alle denken – wie Miss Sophie – an die gute alte Zeit und sehen aber manche Frage unbeantwortet.

Auch Paulus stellt in seinem Brief an die Römer eine wichtige Frage: „Wenn Gott für uns ist, wer kann wider uns sein?“. Pfr. Langer erklärte, dass Gott uns in allen Lebenslagen tröstet und uns auch im neuen Jahr nicht von der Seite weichen wird – so wie immer, also: „the same procedure as every year.“

Nach einem Dank an alle Mitarbeiter und an die Gemeinde für den fleißigen Gottesdienstbesuch anno 2018 wurde das Schlusslied mit immer leiser werdender Orgelbegleitung gesungen. Anstelle des Postludiums begleiteten die Glocken die Gottesdienstbesucher auf den Kirchenplatz. Dort wurden schon erste Wünsche für einen guten Rutsch ins Neue Jahr ausgesprochen.

Veröffentlicht unter 2018

Wir wünschen ein gesegnetes Neues Jahr!

Möge Gott dir dabei helfen,
aus neuen Herausforderungen
neue Chancen zu machen,
aus neuen Chancen neue Wege,
aus neuen Wegen neue Ziele,
und aus neuen Zielen neues Glück!

Die Gemeindevertetung wünscht für 2019 alles Gute, viel Gesundheit und Gottes Segen!
Wir werden uns auch im Neuen Jahr bemühen, Sie mit diesem Blog zu informieren – bleiben Sie uns treu!

Ein Jahr voller Sonnenschein wünschen wir dir …
und wenn es doch einmal regnen sollte,
möge das Leben dir einen guten Freund an die Seite stellen,
der schützend den Schirm über dich hält.

Veröffentlicht unter 2012