Jetzt kann das Weihnachtsfest kommen….

Ein vorweihnachtliches Konzert der Überraschungen erlebten mehr als 340 Personen in unserer Kirche. Unter dem Motto „Schen langsam wird’s still“ präsentierten Talente aus Lutzmannsburg und Frankenau einen Querschnitt ihres Könnens.

Chor und Tamburica Frakanava brillierten mit traditionellen Volksliedern. Sie zeigten den begeisterten Zuhören mit ihren wunderbaren Stimmen und besonderen Rhythmen, wie kroatische Weihnacht eigentlich klingt.

Karin Dillhof verzauberte mit ihren Darbietungen. Die Lutzmannsburgerin präsentierte mit Christian Cvrcek an der Orgel Werke von Howard Blake, Karl Jenkins und G.F. Händel und spannte damit einen musikalischen Bogen über mehrere Jahrhunderte.

Markus Rohrer warf mit dem Lied „Weihnachten kummt“ einen kritischen Blick auf die konsumorientierte Weihnachtszeit. Als Komponist und Texter hinterfragte er musikalisch diese viel zitierten „stillen Tage“.

Ein Weihnachtskonzert ohne Hannes Top Music ist kein Konzert! – deshalb vermittelten Hannes Ohr und Peter Hahn mit ihren Beiträgen eine Weihnachtsstimmung, die wir alle so sehr vermissen.

Traditionelle Weisen steuerte der „Lutschburger Weinklang“ bei. Die Damen und Herren beeindruckten das Publikum mit einer gelungenen Auswahl an Musikstücken, vorgetragen auf hohem musikalischem Niveau. Sie wurden von David Schedl unterstützt. Der Jüngste im Bunde gab mit seinem Schlagzeug den Takt an und machte seine Sache perfekt.

Lustige und nachdenkliche Texte lasen Monika Hirsche, Margarete Magedler und Lukas Herold. Frau Pfr. Langer führte durch das Programm des Abends. Kurator Magedler bedankte sich am Schluss bei allen Mitwirkenden und bei Hannes Ohr, der mit seiner Technik den Altarraum in ein warmes Licht tauchte und damit die Kirche besonders heimelig machte.

Krönender Abschluss des Konzerts war das Weihnachtslieder – Potpourri von Hannes Ohr. Er zeigte den Gästen, wie „sein Advent klingt“ und zauberte mit dem sprichwörtlichen Hannes Top-Music – Sound die eine oder andere Träne in die Augen der Zuhörer – dies zu Recht, denn wenn mehrere Hundertschaften u.a. „A Weihnacht wie‘s früher war“ oder „Leise rieselt der Schnee“ singen, kann kein Auge trocken bleiben!

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Veröffentlicht unter 2018

Für die langen Winterabende

Unsere online-Ausgabe von „Evangelisch in Lutzmannsburg“ ist da

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Genießen Sie auch unseren Adventkalender
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Veröffentlicht unter 2018

Danke für alles…

Ein mit Rotwein gefülltes Holzfass, kleine Körbchen mit Früchten aus dem Garten, Weinflaschen am Altar, Kinder aus Kindergarten und Volksschule, der „Lutschburger Weinklang“ – im Gottesdienst am vorletzten Sonntag des Kirchenjahres wurde Erntedank gefeiert.

Mit dem Lied „Erntedank ist heute“ eröffneten die Buben und Mädchen aus dem Kindergarten den Gottesdienst. Dann lud Pfr. Langer die Gemeinde ein, mit ihr den 104. Psalm zu beten und dessen Inhalt mit Bewegungen darzustellen. Den Darbietungen der Volksschüler folgte die Predigt, deren zentrales Thema die Geschichte von Bhan war, einem sudanesischen Jungen, der mit seiner Familie aus dem vom Bürgerkrieg zerstörten Land fliehen musste. Erschöpft und traurig lernte er die Härte des Vertriebenseins kennen und konnte über die evangelische Kirche Hilfe erfahren. Seine Familie erlernte Viehzucht und Ackerbau und die Grundlagen der Selbstversorgung. So konnten sich Kinder und Eltern eine neue Existenz aufbauen. Pfr. Langer erinnerte in diesem Zusammenhang die Gemeinde an das Ende des zweiten Weltkrieges. Auch damals mussten Lutzmannsburger vor den russischen Soldaten fliehen und haben auf ihrer Flucht doch Hilfe erlebt. Außerdem bewies die Gemeinde beim Ungarnaufstand 1956 und anno 2015 anlässlich der Flüchtlingswelle ihre Hilfsbereitschaft in vielfältiger Form. Dass sich dort, wo Hilfe ist, auch Gott finden lässt, zeigen somit viele aktuelle Beispiele und natürlich auch die Bibel.

Im Anschluss an die Predigt erinnerte die Frau Pfarrer an das arbeitsintensive Jahr im Weingarten. Sie sprach über die gut besuchten Veranstaltungen von der Weinblütenwanderung über das Rotweinerlebnis bis zum Tag der offenen Kellertür. Der ökumenische Gottesdienst anlässlich der Feierlichkeiten rund um das Jubiläum „800 Jahre Weinbau in Lutzmannsburg“ und der gut besuchte „Vorabend der Reformation“ mit Mag. Oswald Gruber waren Highlights des Weinjahres 2018. Weil der Sommer gut und die Ernte sehr ergiebig war, dürfen sich die Winzer über einen exzellenten Rotwein freuen und Gott dafür danken.

Nach dem Gottesdienst konnten alle den Jungwein am Kirchenplatz verkosten und sich von dessen Spitzenqualität überzeugen. Dass das kunstvoll verzierte Bauernbrot mit dem Wein perfekt harmonierte , wurde in vielen Gesprächen besonders betont.

Veröffentlicht unter 2012

5o1 Jahre nach dem Thesenanschlag….

Vor 501 Jahren schlug Dr. Martin Luther seine 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche von Wittenberg und löste damit eine Bewegung aus, die als Reformation in die Geschichte einging. Schlagwörter wie Freiheit, Verantwortung und Bildung prägen seither den evangelischen Glauben der, einem Schatz gleich, unser Leben bestimmt.

Im Reformationsgottesdienst präsentierte Frau Pfr. Langer an einer Tafel Meilensteine aus dem Leben des großen Reformators. 1483 in Eisleben geboren, wurde der kleine Martin am 10. November getauft und erlebte eine wechselvolle Kindheit. Die Frage nach dem strafenden Gott, der unsere guten und schlechten Taten und Werke nach dem Tod abwiegt, beschäftigte den großen Denker und Theologen. Er erkannte die Bibel und das Wort Gottes als den wahren Schatz der Kirche und kämpfte gegen die herumziehenden Prediger, die Ablassbriefe verkauften und den Menschen damit Seelenheil versprachen. Die 1517 veröffentlichten Lehr- und Streitsätze gingen wie ein Lauffeuer durchs Land, was u.a. auch dem Buchdruck geschuldet war. Die Feststellung Luthers, dass nur der Glaube gerecht machen kann, gefiel den Menschen und so fand Luthers Lehre vom gnädigen Gott fruchtbaren Boden. Als der Reformator am 18. Feber 1546 im Alter von 63 Jahren stirbt – die Menschen lebten damals im Durchschnitt etwa 33 Jahre lang – hat sich nicht nur die Welt verändert sondern auch der Glaube, den wir als besonderen Schatz Sonntag für Sonntag im Gottesdienst stolz bekennen dürfen.

Höhepunkt des Festgottesdienstes war das gemeinsame Abendmahl, bei dem Gott selber in Brot und Wein gegenwärtig war.

Veröffentlicht unter 2012

„Es wird a Wein sein…..“ – eine besondere Zeitreise

Am „Vorabend der Reformation“ war der Vortragssaal des Gemeindezentrums bis auf den letzten Platz besetzt. Viele Interessierte aus Lutzmannsburg und Strebersdorf waren gekommen, um sich über die Geschichte des Weinbaues zu informieren.

Nach der Begrüßung durch Frau Pfr. Langer hielt OSTR. Mag. Oswald Gruber seinen kurzweiligen Vortrag. Er informierte über mehr als 800 Jahre Weinbau im Ort und entführte die Zuhörer auf eine Zeitreise vom Neolithikum bis ins 21. Jahrhundert.

Prof. Gruber begann seinen Vortrag mit aktuellen Bildern von der archäologischen Grabung beim Zagabach und erklärte den Gästen die ersten Siedlungsspuren bei der Wüstung Spanfurth mit Erdställen, Pfostenhäusern und La-Tenezeitlichen Eisenschmiedewerkstätten. Der Referent berichtete über andere wertvolle Funde in der Gemeinde, über die ältesten Traubenkerne des Burgenlandes und natürlich auch über das Römerlager von Strebersdorf, das an der Bernsteinstraße lag. Mit Begeisterung beschrieb er die Entwicklung der Gemeinde im Mittelalter. Die Schenkungsurkunde von König Geisa II an die Ritter Gottfried und Albrecht, in der zum ersten Mal ein Dorf namens „Lusman“ erwähnt wird, belegt den Anspruch der Gemeinde auf den Titel „älteste Marktgemeinde des Burgenlandes“. Dass der Weinbau anno 1218 in einer Urkunde beschrieben wird beweist, dass Lutzmannsburg im Fug und Recht auch als älteste Weinbaugemeinde bezeichnet werden kann.

Besonders interessant war die Entwicklung des Weinbaues in der Neuzeit. Bilder diverser Bauern- und Handwerkerpetschaften wechselten mit Berichten aus verschiedenen Tagebüchern. Pfr. Langer zitierte ihre Vorgänger, die sich mit den Weinbauern über ertragreiche Ernten freuten und auch über Unwetter und Missernten klagten. Prof. Gruber informierte auch über die Gründung von Weinbauverein und Winzergenossenschaft, über die Burgenländischen Weinprinzessinnen, die aus Lutzmannsburg kamen, die Eröffnung der ersten Vinothek des Bezirkes Oberpullendorf, die erste Österreichische Martiniweintaufe und das Rotweinerlebnis Lutzmannsburg als Top-Event im Veranstaltungskalender der Gemeinde. Er strich auch die Marketingmaßnahmen hervor und erklärte die neuen Trends im Weinbau von der Bewirtschaftung mit Herbizid- und Insektizidverzicht über die Taubegrünung bis zu den neuen Weinlinien. Alte Fotos aus Weingarten und Keller rundeten den Vortrag ab und schufen wertvolle Interaktionen zwischen Referent und Publikum.

Als Dankeschön für die interessante und lebendige Darstellung der 800-jährigen Weinbaugeschichte überreichte Pfr. Langer dem Historiker Oswald Gruber Wein aus Lutzmannsburg und ein Buch.

Mit dem Rückblick auf diverse Veranstaltungen der Pfarrgemeinde in den vergangenen Monaten endete der Informationsteil des Abends. Vor dem Nach-Hause-Gehen gab es für alle noch Bauerntoast, Bagl und Wein.

Mit der Veranstaltungsreihe „Am Vorabend der Reformation“ erfüllt die Pfarrgemeinde den Bildungsauftrag der Kirche und bietet allen Interessierten die Möglichkeit, sich in gemütlicher Runde auszutauschen.

Veröffentlicht unter 2018

Ein Theaterabend mit „Monsieur Claude und seinen Töchtern“

Mehr als 50 Personen aus dem Pfarrverband genossen Mitte Oktober einen Gute-Laune-Abend mit dem Theaterstück „Monsieur Claude und seine Töchter“. Im Kulturzentrum Eisenstadt präsentierte das a.gon Theater München die Theateradaption des gleichnamigen Kinohits.

Dreh- und Angelpunkt des Abends waren Monsieur Claude und seine Frau. Dem Hausherrn – Notar, stockkonservativer Gaullist und erzkatholisch – weht der Wind der Globalisierung hart ins Gesicht. Er muss akzeptieren, dass drei seiner Töchter zwar Franzosen ehelichten, diese aber alle keine Katholiken sind: Adele ist mit dem erfolglosen jüdischen Geschäftsmann Abraham verheiratet, Isabelle hat sich den Muslim Abderazak ausgesucht und Michelle ist die Frau des Bankers Chao Ling. Deshalb ruht Claudes letzte Hoffnung auf Laura, der jüngsten Tochter. Als diese als Bräutigam einen farbigen Schauspieler von der Elfenbeinküste anschleppt, wird ein Pointenfeuerwerk gezündet. Vor einer Projektionswand geht ein Sketch nach dem anderen ab, werden Vorurteile thematisiert, die Kleinkariertheit der Oberklasse gezeigt und saturierte Selbstgefälligkeit den Selbstzweifeln gegenübergestellt.

Die Inszenierung punktete mit einer flotten Choreographie der Untergriffigkeiten und mit netten Details. Die Lutzmannsburger, Oberloisdorfer und Stoober erlebten ein Ensemble, dem es mühelos gelungen ist, das Bizarre an der Situation munter herauszuschälen. Und so bot der Abend nicht nur Einblicke in das Zusammenprallen diverser Kulturen sondern auch in die Weltoffenheit eines Mannes, die auf der Bühne einer besonderen Prüfung unterzogen wird. Angebliche jüdische Kleinkrämer, arabische Machos, asiatische Hundeliebhaber und „Braune“ von der Elfenbeinküste waren Protagonisten des Multikulti-Cocktails mit Charme und Weltoffenheit. Und diese Mischung hat allen Besuchern sehr gut gefallen!

Veröffentlicht unter 2018

60 Jahre Michaeliskirche – ein besonderer Kirtag in Oberloisdorf

SI Pfr. Manfred Koch und Pfarrerin Irmi Langer feierten mit vielen Gästen „60 Jahre Michaeliskirche Oberloisdorf“.

Kurator Otto Pfeiffer und Pfr. Langer konnten zu diesem Festgottesdienst nicht nur Stoober, Oberloisdorfer und Lutzmannsburger begrüßen – der Gottesdienst war zugleich Pfarrverbandgottesdienst – sondern auch zahlreiche Ehrengäste aus der Ortspolitik. So gaben Bgm. Manfred Jestl, VBgm. Rudolf Bauer, Gemeinderäte und katholische Schwestern und Brüder der Tochtergemeinde die Ehre ihres Besuches.

In der Begrüßung erfuhren die Gäste – der Kirchenraum konnte die vielen Gottesdienstbesucher kaum fassen – einiges aus der Geschichte der Michaeliskirche. Das Gotteshaus war in den vergangenen 60 Jahren Ort der Freude bei Taufen und Hochzeiten aber auch des Trostes nach Beerdigungen.

Ein besonderer Ehrengast wurde besonders herzlich willkommen geheißen: Frau Schulrätin Ingeborg Pelzer prägte in den vergangenen vier Jahrzehnten die Gottesdienste mit ihrem Orgelspiel. Als Dankeschön für diese unentgeltliche Tätigkeit überreichten ihr der Kurator und die Frau Pfarrer die Ortschronik, die sie seinerzeit zur Langen Nacht der Kirche ausgearbeitet hatte, in Buchform.

In der Predigt gratulierte SI Koch der Tochtergemeinde zum Geburtstag und erinnerte an den 29.9.1958. An diesem Tag wurde die Michaeliskirche nach langen Planungen, Diskussionen und dem Abwägen der Finanzierbarkeit in einem Festgottesdienst ihrer Bestimmung übergeben. Die Kirche ersetzte die evangelische Schule und war für die Evangelischen im Ort Ausdruck eines tiefen Glaubens. In Anlehnung an den 1. Petrusbrief verglich der Herr Superintendent die Menschen von anno dazumal mit lebendigen Steinen, die dem Gebäude und der Gemeinde ein stabiles Fundament gaben. „Und wenn hin und wieder Bausteine zerbröseln und im Leben Schicksalsschläge zu verkraften sind, sind es das Wort Gottes, das eine gute Zukunft schafft und der Glaube, der Kraft gibt und die Richtung zeigt.“ Mit der Bitte, dass Gott alle zu lebendigen Steinen der Kirche machen möge, wünschte der Herr Superintendent den Oberloisdorfern das Beste.

Pfr. Langer bedankte sich für den unermüdlichen Einsatz beim Kirchweihfest: das Ausmalen des Innenraumes, der neu gestaltete Schriftzug und das neue Fenster über dem Altar, die neuen Paramente sind Beweis für das Engagement des Presbyteriums und zeigen, dass die Gemeinde lebt.

Beim Abendmahl war Gott Gastgeber für alle und so fanden sich Evangelische und Katholische, Junge und Alte, Männer und Frauen beim Tisch des Herrn ein um Gemeinschaft mit Brot und Wein zu erleben.

Dieses besondere Gemeinschaftsgefühl war auch nach dem Gottesdienst spürbar. Das Presbyterium lud zu einer Agape in den Pfarrgarten ein. Die Damen und Herren verwöhnten die Gäste mit allem, was das Herz begehrt: die Mehlspeisen schmeckten einfach phantastisch und die Aufstriche passten perfekt zum selbstgebackenen Brot.

Dieses Kirchweihfest zeigte einmal mehr, dass die Oberloisdorfer sich in der Rolle des Gastgebers sehr wohl fühlen und im Pfarrverband beachtliches leisten können. Ad multos annos!

Veröffentlicht unter 2012